Blitzschutzanlage

Haus

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Unter Blitzschutz versteht man Vorkehrungen gegen schädliche Auswirkungen von Blitzeinschlägen.  Eine Blitzschutzanlage verringert die Schäden erheblich, die ein einschlagender Blitz im zu schützenden Objekt verursacht. Im Falle eines Einschlages bietet die Blitzschutzanlage dem Blitzstrom einen definierten, niederohmigen Strompfad und verhindert somit in jedem Fall einen Brandausbruch. Die primäre Schutzfunktion besteht darin, den Blitzstrompfad am zu schützenden Objekt vorbeizuführen.

Potentialausgleich

Als Potentialausgleich wird eine elektrisch gut leitfähige Verbindung bezeichnet, die unterschiedliche elektrische Potentiale und somit eine elektrische Spannung zwischen leitfähigen Körpern (z. B. Gehäuse elektrischer Betriebsmittel, Wasser- und Heizungsrohren, Antennenanlagen, Fundamenterder) verhindern oder zumindest stark reduzieren, sowie den Erdungswiderstand minimieren soll.

Fangleitungen

Schlägt ein Blitz ein, so leiten die Fangeinrichtungen (vorgesehene Pfade für den Blitzstrom) den Blitzstrom weiter. Fangeinrichtungen sind Stangen, Drähte, Seile oder Metallteile der zu schützenden Anlage, die als Einschlagstellen vorgesehen sind und typischerweise die Begrenzung eines Gebäudes überragen. Ihr Material muss elektrisch gut leitfähig sein und den hohen Blitzstrom tragen können. Daher werden Metalle wie Kupfer, Aluminiumlegierung oder verzinkter Stahl verwendet. 

Die Ableitungsanlage leitet den Blitzstrom von den Fangeinrichtungen zur Erdungsanlage. Sie besteht aus annähernd senkrecht geführten Ableitungen, die über den Umfang der baulichen Anlage verteilt sind. Als Ableitungen können sowohl separate Leitungen, als auch ausreichend dimensionierte und blitzstromtragfähig verbundene Metallteile der zu schützenden Anlage, verwendet werden.

Erdung

Ein Erder, auch Erdungselektrode genannt, ist ein unisoliertes elektrisch leitfähiges Teil, das als elektrische Kontaktfläche in den Erdboden eingegraben wird. In unserer Branche unterscheidet man zwischen natürlichen Erdern und künstlichen Erdern. Natürliche Erder sind alle Bauteile, die zwar elektrische Ströme ins Erdreich ableiten können, jedoch nicht zu diesem Zweck ins Erdreich eingebaut wurden. Natürliche Erder sind z.B. metallische Rohrleitungen und Konstruktionselemente aus Beton mit Stahlarmierung. Als künstliche Erder bezeichnet man alle Einrichtungen, die zum Zweck der Erdung ins Erdreich eingebracht wurden bzw. werden. Diese künstlichen Erder werden unterteilt in Tiefenerder  und Oberflächenerder. Als Tiefenerder bezeichnet man Erder, die aufgrund ihrer Bauform im Allgemeinen in größeren Tiefen verlegt werden. Tiefenerder bestehen aus Rundstahl oder einem Rohr mit Vortriebsspitze, wo auch das Kupferseil eingeklemmt ist und so zusammen in den Boden gerammt wird. Die maximale Erdungstiefe wird dabei durch die Beschaffenheit des Erdbodens bestimmt. In der Regel werden Tiefenerder bis zu drei Meter in die Erde getrieben und dann einer Widerstandsmessung unterzogen. Oberflächenerder sind Erder, die in geringer Tiefe mit mindestens 0,7 Metern, parallel zur Erdoberfläche verlegt werden. Dieser Erder wird in den Gegenden bevorzugt eingesetzt, wo es bereits an der Oberfläche gut leitende Bodenschichten gibt und ist am meisten verbreitet.